Porree – gesund und von hier!

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Porree – gesund und von hier!

Wenn sich im Winter die Reihen an regionalem Gemüse lichten, hält er sich wacker: Der Porree. Das würzige Gemüse hat ganzjährig Saison, ist gesund – und wird oft unterschätzt. Zu Unrecht!

Er ist lang, schlank und hat italienische Wurzeln – seit dem Mittelalter wird der Porree in Deutschland angebaut. Was ihn so besonders macht? Im Vergleich zum Spargel oder Kürbis, die sich über das Jahr rarmachen und nur saisonal erhältlich sind, kommt Porree ganzjährig frisch vom Feld. Trotzdem essen wir Deutschen nur etwa 1,2 kg Porree im Jahr. Das entspricht etwa vier bis fünf Stangen. Dabei sollte das Lauchgemüse viel öfter in unseren Küchen zu Gast sein.

Porree oder Lauch?

Bei den einen heißt er Porree, andere nennen ihn Lauch – beide Namen beschreiben das gleiche Gemüse. Im lateinischen heißt die Pflanze „Allium porrum“. Davon abgeleitet stammt der Name Porree. Früher war das Gemüse aber vor allem als Lauch bekannt, denn es gehört – genau wie Knoblauch und Zwiebeln – zur Familie der Lauchgewächse.

Warum ist Porree gesund?

Porree ist nicht nur regional erhältlich und trägt damit zu einer umweltfreundlicheren Ernährung bei. Auch für unsere Gesundheit hat die grün-weiße Stange einiges zu bieten. Zum Beispiel…

  • für die Darmflora: Lauch enthält Inulin – einen Ballaststoff, der gesunde, positive Darmbakterien füttert. Sie tragen dazu bei, dass der Darm gesund bleibt.
  • für den Stoffwechsel und den Transport von Sauerstoff im Blut. Denn in Lauch steckt viel Eisen. Mit einer 250 g-Portion können Männer die Hälfte ihres täglichen Eisenbedarfs decken. Frauen brauchen etwas mehr.
  • für die Zellen: Schwefelhaltige ätherische Öle in dem Gemüse, die auch für den typischen Porree-Geschmack sorgen, wirken entzündungshemmend.

Neben reichlich Vitaminen und Mineralstoffen ist der Porree ein echter Schlankmacher: Pro 100 g enthält er nur 26 Kalorien, pro Portion also weniger als 100 Kalorien. Und die Zubereitung ist gar nicht schwer.

Wie lässt sich Porree zubereiten?

Porree am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. In Plastik eingewickelt bleibt er länger knackig. Weil sich oft noch Sand zwischen den Blättern versteckt, den Porree längs bis knapp unter die Wurzel einschneiden und sorgfältig waschen. Den Lauch in Ringe schneiden, die Wurzel knapp abschneiden. Porree schmeckt in Suppen, im Auflauf, als Quiche-Belag oder auch gedünstet als Gemüsebeilage.

Rezeptideen für Porree (2 Stangen gewaschenen, geputzt und in feine Ringe geschnitten):

  • Porree-Gratin: Porree in etwas Öl anbraten und 5 Minuten dünsten. 100 g Frischkäse, ein Ei, 50 g gehackte Walnüsse und 2-3 TL „Wilde 13“ mischen und unter den Porree rühren. Die Mischung in eine Auflaufform geben und circa 20 Minuten bei 200 °C backen.
  • Rhabarber-Lauch-Gnocchi: 500 g Gnocchi aus dem Kühlregal auf mittlerer Stufe mit 2 EL Butter in einer Pfanne anbraten. Unterdessen 200 g Rhabarber waschen und in feine Streifen schneiden. Rhabarber und Lauch zu den Gnocchi geben. Mit Salz und „Wilde Kräuter“ würzen und 10 bis 15 Minuten weiterbraten. Kurz vor Schluss 50 g gehackte Haselnüsse dazugeben.
  • Schnelle Lauch-Gemüsebeilage: Porree in etwas Öl anbraten, mit 0,5 bis 1 TL „Vampirjäger“ würzen und mit geschlossenem Deckel circa 15 Minuten lang garen.

Porree in der Küche selberziehen

Die Porree-Wurzel wird beim Kochen meist nicht mitverwenden, ist aber viel zu schade zum Wegwerfen. Aus der Wurzel lässt sich selbst ein neuer Porree ziehen. Und so wird die eigene Küche zur Porree-Plantage: Etwa 3 cm der Wurzel stehen lassen und in ein Glas mit Wasser an einen sonnigen Platz stellen. Das Wasser regelmäßig austauschen. Nach einigen Wochen lässt sich frisch ausgetriebener Lauch „ernten“. Hobbygärtner*innen dürfen zwar keine große Erne erwarten. Vor allem für Kinder ist das „Regrowing“ aber ein besonderes Erlebnis!

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